Thursday, December 25, 2008

Loggbuch der Elllenprice, Sternzeit kurz nach Weihnachten Nachtrag vom 17. und 18.12.2008

Hallo ihr Lieben alle, wappnet euch!!!! Jetzt kommen die zwei Mamuttage!


aber zu allererst mal für meine treuesten Leser: lieber Kilian, ich hab schon viele Kängeroos gesehen. Vor allem die Kleineren. Das hier war ungefähr so groß wie ein Autoreifen von unserem Auto . Die heißen Waaebies und hüpfen hier abends überall rum. Fast wie daheim im Frühling die Amseln; und das hier war auf einem Parkplatz und wenn du genau guggst,.... dann siehst du das es ein Baby hat. Die heißen Joey hier und die Mama trägt sie recht lange in einem Beutel mit sich rum. Siehst du es?

Sind aber "Wild" das heißt anfassen lassen sie sich nur im Streichelzoo.



Wenn die Mama doppelt drauf klickt wirds größer! Alle Bilder übrigens!













Also wie war das doch gleich,..... am Mittwoch den 17. sind wir richtig früh los weil wir so viel vor hatten, und ich sags euch gleich, wir waren soooooooooo gut!


Durch Hobart sind wir vor dem Berufsverkehr durchgesaußt in Richtung Süden. Unser erstes Ziel waren die Bruni Islands. Das sind zwei (muß ich es erwähnen???..) wundervolle Inseln, und die haben einen Istmus. ..... nein, das ist nicht ansteckend!







Wen wir zu einer anderen Tageszeit gekommen wären hätten wir hier auch Pinguine beobachten können. Aber die kommen immer im Schutz der Dunkelheit heim, und das sind hier schließlich die längsten Tage im Jahr.


Wir haben dann
auf der Südinsel unsere Wanderung gemacht, und an dem Tag hab ich eine ganz wundervolle Muschel gefunden! An so einem Strand wie ihr auf den anderen Bilder schon gesehen habt,... wie in "Pirat of the Caribian", wie gemalt und ohne Leute, nur schöne Muscheln.






Auf der Fähre, zurück zum Festland haben wir dann dieses dolle Fahrzeug gesehen....




Es war in so einen unwiederstehlichen süßlichen Geruch gehüllt, und befüllt mit französich sprechenden hippi-ähnlichen Gestallten. Vielleicht so mein alter...die Herren,... die Damen etwas jüngerererer. Es hat auch ganz ein bischen öl verlohren, aber..... wenn juckts!

Und was da alles draufstand.... Gott sei dank kann ich kein französisch!! :-)))))

Von da aus sind wir zum Huan Valley gefahren. Der Huan ist ein Fluß, der in die Antarktis fließt, und an dessen Ufern die weltbekannte Huanpine wächst. Ein Nadelbaum mit Holz so hell wie Ahorn, ganz wich zum Schnitzen, und absolut Wasserresisten..... der Haken: Sie wächst EINEN mm im Jahr!!!!!!!!!!!


Und weil das Land so alt ist, gab es davon mal recht viele, entlang der Flüsse hier. (Ich hab gelernt, das die Aboriginals hier vor 30 000 Jahren von Aussi aus noch übers festland gekommen sind und keine Bote kannten!)
Bis einer der Siedler gemerkt hat wie gut die mit Wasser sind, und Schwupp...... Leider haben sie erst ein bischen später gemerkt, wie langsam sie wächst,...hüstel hüstel (moichel)


Es gibt dort einen Park, mit so ein paar kleinen und doch uralten Restbeständen und einem "Skywalk"







Das war so was für Tina?!





















Der Walk war ca 600 oder 800 Meter lang und auf halber Höhe im Wald.
Die Gummtrees dort sind mit die Größten und werden bis zu 100 Meter hoch.... Man schaut also 50 meter rauuuuuuf in die Krone (die man sonst garnicht sieht von unten aus), und 5o Meter ruuuuunter...... Ich sags euch, das war schon sehr..... beeindruckend!! :-)))

Das Teil ist als "Einbahnstraße" konzipiert und in der Saison, also jetzt nach Weihnachten müssen sich da die Massen drüber schieben. Wir hatten ihn für uns!


Es gab auch noch zwei groß Extension Bridges über die Huan. ..... das nächste mal!

Und es gab da einen kleinen 3 km loop mit Erklärungen zu all den Bäumen. Höchst intressant! und eine schöne Entspannung.










Wir sind dann noch runter gefahren bis nach Southport, und, meine Lieben, ich glaube weiter in den Süden werde ich in meinem Leben nicht mehr kommen.!!!

Und da wars kalt! Die Straße läuft nach osten aus und was man da sieht ist die Südpitze von Bruni süd.
Tazzi geht noch mal 15 km runter, aber das wären Dirtroads und Hikings gewesen und dafür wars zu spät.






wir sind zurück gefahren und haben noch ein bischen Hobart bei Nacht unsicher gemacht. Weil es dort unser letzter Besuch war.

Am Nächsten Tag gings schon in Richtung Westen. Dort ist ein rießiger NP.
Soviel Wildniss das die Tazzies wirklich glauben dort könnten noch Tazzi-tigers zu finden sein. Aber der Wald ist so dicht und die Täler so steil, da wandert keiner drin rum.
Die großen Wanderstrecken gehen alle so am Rand entlang.

Dort findet man auch den Field NP und das Styx Valley und da wollten wir unbedingt hin. Da sind nämlich die Baumriesen zuhause.


Im Field NP gibt es wieder einen schönen kurzen Wanderweg zum entdecken. Dort haben wir zwei deutsche Mädels getroffen, was dazugeführt hat, das wir tatsächlich Bilder von uns BEIDEN haben!




Außerdem sind da noch sehr schöne Wasserfälle zu sehen. zum Beispiel der:


















oder der.... der heißt übrigends Hufeisen-wasserfall.
Die zwei sind keine 100 meter von einander entfernt!








u

und wir waren uns nicht sicher ob hier nicht vielleicht jemand wohnt.....

Aber der Zauber sollte noch lange nicht fertig sein! Da war auf der Karte in diesem kleine NP noch so ein See eingezeichnet, Dobsen mit Namen. Also wir ins Auto und los. Dirtroad rauf.
Ich hab einen kleine Film gemacht.... wenn ihr mal zeit habt und ich wieder zuhause bin....
Rauf und Rauf.... und rauf durch Regenwald, der immer karker wurde... und dann kam da so ein seltsames Bild...



Ihr seht richtig!
Wir haben auch darüber nach gedacht ob da vielleicht jemand einen Hänger weißen Sand vom Strand abgeladen hat. Immerhin ist hier Hochsommer!
Aber als wir ausgestiegen sind zu um-den-see-wandern, waren die Temperaturen eindeutig Daunenjacken tauglich und genieselt hats auch.
Aber das kann ja sowas wie uns nicht schrecken.... froh gemut gings los.
Und es hat sich voll gelohnt. Der Wald um diesen See war absolut verzaubert! Fragt Frosch, der wird es euch bestätigen!


Quaaaaak!!





















Es war eine Wanderung wie im Märchen. Mit Bäumen wie Silber, Moos wie Gras so groß, Yukkaähnlichen Palmen, Eucalyptusbäumen in allen Farben. Nicht die Blätter. Die sind meist oliv aber die Stämme..... wunderbarst!
Alexander würde sagen: UNGLAUBLICH!!! Ruth hat gesagt: UNBELEAVIBLE!!!

Wir sind dann wieder runter ins ware Leben... ins Styxvalley.

Ruth hatte im TV einen Bericht gesehen über Baumbesetzer dort.
Hier wachsen die Riesen. 600 bis 1000 Jahre alt (und mehr) und an die hunder Meter groß. Aaaaaaaaaaaber,.... NICHT im Nationalpark! Der macht um dieses Tal einen ganz seltsamen Bogen.... und so sind dann die Folgen...


Also die leute vom Halbstaatlichen Forstbetrieb hatten etwas ärger mit ihrer PR weil sie die Riesen einfach so niedermachen. Die wachsen zwar etwas schneller als die Huanpine aber immernoch sehr langsam. (man sollte doch denken das der Mensch lernen könnte, odeer????)Und ratet mal was man daraus macht?....
Holzschnitzel!!!!! Zum heitzen, und für den Garten und so.
Aber die Tamanian Forestry hat eine kleine loop gemacht um die zwei größten Bäume. Man fährt auch nur 35 min auf Dirttracks mit Schlaglöchern daß das Auto reinpaßt dort hin. Aber die dicken Trucks schmeißen auch kaum mit Steinen wenn sie da mit 80 drüber heitzen.... An der "Straße" entlang sieht alles ganz gut aus, aber wenn man ein paar Meter dahintergeht: Kahlschlag. Trostlos!!! Sie bauen Monokulturen in Tanne an, weils schneller geht! Wie blöd kann man eigendlich sein??? Wie Blind macht das schnelle Geld? KOTZ






















Wir habens in allen Körperlagen versucht, es ist der Eindruck den so ein Baum hinterläßt nicht aufs Bild zu bannen.




Wir sind dann weiter gefahren und haben auch die Baumbesetzer gesehen bei einer Blockade von einem Abfahrweg. Hut ab! Hoffendlich können sie den Wahnsinn etwas bremsen. Tazzi lebt von Obst und Holzexport und immer mehr von Touristen..... das gibt Hoffnung. Die sehen sowas nicht gern.







Unser letztes Ziel für diesen Tag war der Gordendam.


140 hoch


198 meter lang
untern 17 meter dick
oben 3 meter dick


154 000 cubicmeter Zement


12 450 000 000 cubikmeter Wasser


Das größte Tinkwasserresevat Austaliens.


Und weils so schön war direkt neben dran, der Dam vom Lake Peddler.

















Der hat ursprünglich so ausgesehen.... 1972.






Und damals hat den Leuten hier dann gereicht. Das ist ein Unesco Natur-welt-Erbe dieser NP und dann kamen die Zementmischer....




Es wurde eine Partei gegründet.... die erste Grüne Partei!!! Die Leute hier sind stolz darauf. Und sie haben gesagt, sie haben damit angefangen, und die Deutschen haben es "efektiv" gemacht, mit der Grünen Partei. Hier wars zu spät. Der Staudamm steht und hat ganze Täler unter Wasser gesetzt.


Und eine menge Huanpines begraben..... fast. Die holen sie jetzt hier wieder raus! weil sie keine mehr ab machen dürfen und denen ja Wasser nix ausmacht.













Der Schatz im Silbersee so to speek.....


Ach ja genau, fast hätte ich es vergessen... wir hatten da morgens beim losfahren noch eine nette Begegnung. Diese Lady (vielleicht so alt wie ich) war unterwegs nach Neu Seeland.



Nein sie hat sich nicht verritten. Sie hat ganz im Süden von Tazzi gelebt und ihr Haus verkauft. Jetzt reitet sie nach Devenport zur Fähre und dann nach Sydney und nach New Zeeland. Und dann so weit sie mag und dort kauft sie sich wieder ein Haus.....

Hier sehen die Leute das alles nicht so eng. Einen Job findet man immer irgenwo.

Und schaut mal was die Rösser an den Füßen haben!!

Ich konnte es kaum fassen!


So und in diesem Sinne mach ich jetzt mal für heute schluß. Das war dann auch unsere letzte Nacht in New Norfork am Derwent River. Morgen gehts dann vollends nach Westen!


Aber erst morgen. Meine Finger quitschen schon....

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